Vor leuchtenden Pfirsichwolken
Auf einem Ahornast
Die Nachtigall
Kategorie: Gedichte
Ich sagte heute, ich könnte
(meine kalte Hand in deiner warmen)
zur Zeit nur
(dein Arm auf meiner Schulter)
Liebesgedichte
(dein Lächeln, auf mich herab)
schreiben.
(mein Kopf an deiner Halsbeuge)
Nun, das ist
(dein Name in meinem Mund)
wahr.
Ich mein, ich, ich weiß.
Weil, na ja…
Was ich sagen wollte -
Ich weiß.
Ich weiß, ich meine, ich wollte sagen
Ich weiß.
Weil, na ja…
das weiß ich schon.
Ich wollte, ich wüsste, ich weiß
dass du es weißt.
Hm.
Ich weiß.
Weil, na ja…
Ich meine, ich will, dass du weißt, dass ich…
Ach, ich weiß das doch!
Ich weiß.
Weil, na ja…
Was denn? Sag schon!
Ich weiß, ich weiß.
Weil, na ja…
Ich wollte nur sagen…
Ich weiß!
Weil, na ja…
Ich wollte nur sagen…
Ich liebe dich.
Beim Pilzesammeln im Wald
Rehunterkiefer gefunden
grünlich und gelblich
und kalt
grünlich von Algen und Moos
gelblich wie Knochen so sind
kalt als wären sie nie
lebendig gewesen und warm.
Ich stand unter einem flammenden Himmel,
wartete auf den Bus.
Geduldig im Malvenlicht
Die wenigen Wolken
Flamingorosa.
Als ich mich ein wenig bewegte,
knirschte Harsch unter meinen Stiefeln.
Ich wünschte mir deine
schlacksige Gestalt neben mir.
Ich würde dann lachen
und mich klein und rundlich fühlen
in meinem Lammfellmantel.
Aber ich stand
allein mit dem Frost
Und nur die Musik aus meinen Kopfhörern
war mit mir lebendig.
Auf den Schwingen deiner Stimme
Reiste ich in ein fremdes Land.
Du maltest Bilder in meinen Kopf
und die Würfel
trafen die Entscheidungen für
Mein anderes Ich.
Meines Bruders Traumgestalt
erschlug einen Schatten
weil ein Gott auf ihn lächelte
und du sagtest:
“I hate my dices.” (du lachtest ein bisschen)
Ich merkte,
wie sehr ich das liebe:
Des Meisters Stimme
Das Klappern der Würfel
Die Traumgestalten,
die ziehen durch meinen Kopf
Im Lampenschein
In tiefer Nacht
Dein Gesicht, das sich
in Nachahmung eines anderen verzieht.
Und ich mittendrin
hellhörig, flink und redselig
abgerissen, diebisch und verschlagen
düster wie die Welt um mich her.
Ich wollte, ich könnte
das öfter tun
Ein anderes Leben überstreifen
wie Eidechsenhaut.
Die Gestade meiner Heimat im Winter.
Blaue Schatten auf dem Schnee.
Ich folge den Pfaden zum überfrorenen Brunnen.
Eine Art Waka?
Ich bin den ganzen Weg gerannt.
Ich freute mich so, ich war
ganz kribbelig, ich wollte
tanzen und springen.
Aber ich konnte nicht.
So
bin ich den ganzen Weg gerannt.
Man hätte meinen könne, ich rannte
aus Eile,
(ich war spät dran) aber
ich rannte aus Freude.
Ich freute mich so!
Ich freue mich noch.
Deine Worte
hallen in meinem Herzen.
Deshalb
bin ich den ganzen Weg gerannt.
Ja, ich schreibe auch Gedichte. Solche, die sich nicht reimen. Ich mag Gedichte. Vor allem die von Baudelaire.
Rehgedanken
Ich habe den Himmel
in einem Graben gesehen.
Lag dort und tat nichts.
Ich habe den Himmel
in deinen Augen gesehen.
Schaute mich an und lächelte.
Weh mir!
Es ist um mich geschehen.
