Die meisten Leute können sich gar nicht vorstellen, was für eine Arbeit Schultheater machen kann. Gut, wir konzentrieren uns auch nicht auf das Rumgehüpfe vor von gestressten Eltern gebalstelten Pappkulissen, wir haben den Anspruch, semi-professionelles Laientheater zu machen.
Heute haben wir nämlich die Bühne vorbereitet. Das heißt, ich war in der Bühnengruppe, während die andere Hälft (nur vom Grundkurs, wohlgemerkt, da waren keine Menschen vom Pantomime-Wahlkurs dabei). Wir haben also die Tische und Stühle von der Mittagsbetreuung – denn wir sind ja ein tolles G8-Gymnasium, wir brauchen sowas – von der Bühne runter geschafft, denn die ist normalerweise durch eine einklappbare Wand von der Aula getrennt und dient als Mehrzweckraum/Speisesaal. Dann haben wir das ganze Geraffel, wie der Franke sagt, in der Aula wieder aufgebaut. Sodann reduzierte sich – krankheitsbedingt – unsere Gruppe auf drei Leute. Zu dritt haben wir eine Deckenabdeckung (keinen Himmel!) aufgehängt, wobei wir improvisieren mussten, denn die Befestigungen fehlten. Überhaupt fehlt auf dieser Bühne eine ganze Menge wirklich notwendiger Dinge, denn sie wurde bis jetzt von zwei verschiedenen Schauspielgruppen, dem Grundkurs und einer technisch absolut dilletantischen Musicalgruppe benutzt. Das wurde klar, als wir die Gassen aufhängen wollten und feststellten, dass die Dinger teilweise weder Haken noch Aufhängungen besaßen. Schlimmer war’s dann noch bei den Scheinwerfern, wo Klammern abhanden gekommen waren (nur zur Erinnerung: Klammern, das sind die Teile, mit denen man Scheinwerfer an den Traversen befestigt!) und Klappen fehlten. Wie man Scheinwerferklappen verschlampt, geht auch noch nicht in meinen Kopf.
Morgen sind dann auch noch die Verkabelung und der Teppich dran. Denn Schwarzlichttheater ist ohne Teppich absolut witzlos.
